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Erstes Schulgebäude Noch im 18. Jahrhundert gehörten die Schulkinder aus Kalety (dt. Kalet) und Kuczów (dt. Kutschau) formell zur Gemeindeschule in Lubsza (dt. Lubschau). Das ganze Jahr lang ließ sich aber dort kein Kind aus diesen Dörfern blicken. Entscheidend dafür waren die Entfernung und fehlende Wege. Nachdem sich Preußen Schlesien im Jahr 1742 einverleibt hatte, stellte die Verwaltung mit Erstaunen fest, dass die deutsche Sprache hier allgemein unbekannt ist. Nach Überzeugung der preußischen Bürokraten konnte dieser Stand der Ding am leichtesten durch entsprechende Verordnungen und Anweisungen geändert werden. 1765 wurde speziell für Schlesien das sogenannte General-Land-Schul-Reglement erlassen, das auch in kleinen Städten galt. Eine Neuheit waren die Sorge der staatlichen Stellen um den Stand der Bildung und Erziehung der Jugend sowie die allgemeine Schulpflicht für Kinder beider Geschlechts im Alter von 6 bis 13 Jahren. Bis zur dieser Zeit befasste sich mit dem Unterricht, der ausschließlich für Jungen bestimmt war, die Kirche, die überwiegend ihre Organisten als Lehrer beschäftigte. Jetzt wurde von einem Lehrer die Kenntnis der sogenannten Saganschen Methode verlangt. Gleichzeitig sah dieses Reglement vor, dass ein Lehrer die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrscht und diese Sprache unterrichten kann. Für alle schlesischen Schulen wurden einheitliche Schulbücher, auch polnische, erarbeitet. In der Praxis traf die Umsetzung dieser Bestimmungen auf viele Schwierigkeiten. Da entsprechende Archivbestände aus Kuczów und Kalety fehlen, soll uns als Beispiel Zielona (dt. Zielonna) dienen. Dort wurde erst 1813 eine Schule eröffnet. Es handelte sich um eine gemietete Kammer, die in einen Klassenraum umgestaltet wurde. Selten hat der Lehrer (in der Theorie) weniger als hundert Kinder unterrichtet. 1860 lehrte er dort beispielsweise 160 Jungen und Mädchen. Das Fernbleiben vom Unterricht war, besonders vom Frühjahr bis zum Herbst, wenn die Kinder Kühe hüten mussten, groß. Im Winter hingegen hatten nicht alle die angemessene Kleidung und Schuhe, um bei starkem Frost durch den hohen Schnee zu laufen. Man kann sich im übrigen nur schwer vorstellen, dass selbst die Hälfte dieser 160 Kinder auch nur stehend in dieser einen Kammer Platz finden würde. Erst 1855 wurde dort ein hölzernes Schulgebäude gebaut, das mit Blech gedeckt war. Es besaß einen Klassenraum und eine Wohnung für den Lehrer. Am 24. Januar 1865 erschien in der Kreiszeitung von Lubliniec (dt. Lublinitz) eine Ausschreibung über die Reparatur und einen Neubau für die Schule in Kalety. Die für diesen Zweck bestimmte Summe war nicht sonderlich hoch und betrug 1900 Taler. Daraus ergibt sich, dass es 1865 schon eine Schule in Kalety gegeben hat. Erforderlich war eine Renovierung und irgendein Anbau, vielleicht eines Klassenraums. Leider ist dieser Anzeige nicht zu entnehmen, welche Art von Renovierungs- und Maurerarbeiten notwendig waren. Dieses Schulgebäude besteht bis heute, obwohl es schon mehrmals umgebaut worden ist. Es befindet sich an der Einfahrt auf das Gelände der ehemaligen Zellulose- und Papierfabrik aus Richtung Kuczów auf der linken Seite hinter dem Palais neben der ehemaligen Berufsfeuerwehr. Im 19. Jahrhundert bestand die Jahresvergütung des Lehrers aus ein wenig Bargeld, einem landwirtschaftlichen Deputat und Naturalien, die sowohl vom Staat als auch von der Gemeinde und dem Hof geleistet wurden. 1886 wurde der Landkreis Lubliniec in zwei Schulbezirke unterteilt. Im südlichen, in dem Kalety lag, wurde Schulinspektor ein gewisser Blümel. Nachdem die Bahnstrecke in Betrieb eingesetzt worden war, entwickelte sich die Städtchen Kalety ganz schnell. Die alte Schule war schon zu eng, und ihre Lage ungünstig- in der Nähe vom Fluss, vom Teich und der Fabrik. Im Jahre 1903 wurde an einer anderen Stelle eine Grundschule mit 6 Klassen gebaut.
Jahre 1904-1938 Das 2. Gebäude unserer Schule aus rotem Ziegelstein war damals luxuriös. Im Jahre 1904 wurde die Lehre angefangen. Der Schulleiter wurde dann ein gewisser Fritz. Einen großen Einfluss hatte auf die Schultätigkeit der Priester Rogowski., dem als Gedenkbeweis die Schultafel gestiftet wurde den Namen von Rogowski gegeben. Bis zum Jahr 1922 war die deutsche Schule. Seit dieser Zeit war die polnische Schule, und ihre Schulleiter wurde Włodzimierz Borowski. Schüler lernten hier 7 Jahre lang. Im Jahre 1927 hat ein gewisser Bieńkowski die Schulleitung angetreten. Dann war Jan Olszówka und danach Józef Dauek und Szóstak. Das 2. Gebäude wurde wieder zu eng, in den Schulräumen lernte schon 10 klassen. Dank dem Gemeindeleiter, der Gawlik hieß, begann man das getrennte Lokal mit Gemeinschaftsraum zu bauen. Seit dem Jahr 1934 hatte die Schule einen neuen Schulleiter. Diese Stelle hat Piotr Gasztych angetreten. Damals unterrichteten 10 Lehrer, dieser Stand dauerte bis zum Jahr 1939. Der Schulunterricht dauerte zum Jahr 1930, die Schüler lernten abwechselnd. Im Frühling 1937 begann man die Grundlage für den Bau des 2. Gebäudes, der am 1. Dezember 1938 für den Schulgebrauch gegeben wurde.
Jahre 1939-1945 Am 1. September 1939 begann um 5.00 in Kalety der 2. Weltkrieg. Die Bewohner fingen an sich im Bunker der neuen Schule zu sammeln. In Kalety blieben nur 3 Lehrer. Die Schule und Lernmittel wurden zerstört.
Nachkriegszeit Im Februar 1945 wurden das 1. und 2. Gebäude durch das Krankenhaus der Sowjetischen Armee besetzt. Die Verletzten wurden jedoch schnell aus der Schule entfernt. Am 28 Februar 1945 unterrichteten 4 Lehrer 15 Klassen. Schüler sprachen schlecht polnisch, und Bücher gab es gar nicht. Die älteren Klassen lasen Gebetbücher, die jüngeren Kinder lernten mit Hilfe von Tafel und Kreide. Der unterricht dauerte nur eine Stunde lang am Tage. Die Zahl der Lehrer wurde zugenommen. Zur Arbeit meldete sich auch Jakub Olszówka, Maria Gwóźdź, Władysława Duma, Salomea Sobota, und ab Februar arbeiteten schon Piotr Gasztych, Franciszk Orzechowski, Lucyna Holli. Das Schuljahr 1945 absolvierte gemeinsam 548 Schüler in den 15 Abteilungsklassen. Im Schuljahr 1945/46 bezahlte der Gemeindeleiter Myszor für Renovierung der Klassen und die nötigsten Lernmittel. Zur Schule wurden 120 Kinder aus der Nationalliste eingeschrieben. Deswegen gründete man 20 Abteilungsklassen. Ihre Arbeiten begannen Helena Blachetowa, Zofia Olszówka, Maria Weissowa, Ludmiła Wisłowska, Jósef Wisłowski, Stanisław Woźniak. Die Lehrer unterrichteten 36 Stunden lang pro Woche. Seit dem 1. Oktober wurde eine Abendschule gegründet. Im September begann eine Kantine zu funktionieren. Am 10. Oktober fand die 1. Nachkriegsinspektion der Schule statt. Am 28. Juni 1948 absolvierten die Schule 37 Schüler. Das wichtige Ereignis dieses Schuljahres war die Entstehung der Schulbibliothek. Set dem 12. November 1947 wurde Jakub Olszówka Schulleiter. Im Januar 1948 wurde die 1. Schülermitverwaltung organisiert. Man begann auch Reisen ins Gebirge, Ausflüge zu organisieren. Die gute Zusammenarbeit der Schule und der Gemeinde bildete die entsprechende Atmosphäre , dank derer sich die Schule rasch entwickelte. In der Sommerzeit renovierte man das erste und zweite Gebäude. Die Zentralheizung wurde eingebaut. Man begann auch die Turnhalle zu bauen. Am 21. April 1950 wurde der Schulfunk per Mikrophon zum ersten mal für alle Klassen gesendet. Die Sendung fand aus Anlass der Verbreitung des Rundfunks im Gebäude Nr. 1. statt. Ab 1. Februar wurde die Kantine für Schulkinder vorbereitet, und ab 1. September für den Schulgebrauch die Turnhalle gegeben. Im Jahre 1951 wurde das Schulgelände kanalisiert. Da am 29. Mai 1949 den Sitz des Stadtrates für Gebrauch gegeben wurde, wurde das Gebäude Nr. 3 bestrichen und für Klassenräume übergeben. Im Herbst 1955 renovierte man das Gebäude Nr.3 und stellte es für den Schulgebrauch um. Bald gründete Zenon Cieśla den Schulchor. Im Jahren 1961/62 war schon A. Pilawa Schulleiter, und sein Vertreter Zenon Cieśla. Am !7. September 1961 wurde vor der Schule das Freiheits- und Demokratiekämpferdenkmal aufgedeckt. Gemäß der Verwaltung des Erziehungsministeriums vom 21. August 1952 zum Namen der allgemein bildenden Schulen wurde die Schule als die Grundschule namens Adam Mickiewicz in Kalety genannt. In diesem Jahr wurde auch der 1. Fernsehapparat „Rubin“ für die Schule eingekauft. Auch im Dezember 1961 gründete der Lehrer Zenon Cieśla eine instrumentale Gruppe, die aus Zupfinstrumenten bestand. (Mandolinen, Gitarren). Im Herbst 1962 begann man den Bau des Eisfeldes. Im Frühling 1966 wurde der Schulhof eingezäunt, dadurch man Sicherheit von Schülern garantierte. Seit 1970/71 wurde Schulleiter Zenon Cieśla. , und sein Vertreter war Wieslawa Pawlikowska. Im Jahern1985/86 fand das Fest der Fahnen und des symbolischen Schlüsselverleihung statt. Seit diesem Jahr wurde Schulleiter Teresa Szmalenberg. An dieser Stelle blieb sie bis zum 30. August 1989. Ihre Nachfolgerin war Halina Rogozińska bis zum 31.August 1992. Am 26. Mai fand in unsrer Schule Schulleitungswettbewerb. In diesem Wettbewerb gewann Dorota Mańczak. Im Herbst 1993 begann man den Pfadfinderraum zu renovieren. Die Arbeit dauerte bis zum 1. September 1994 und wurde der Pfadfinderraum zur Turnhalle für Klassen 1-3. Im Herbst 1994 fing man an das Gebäude für kleinere Kinder zu renovieren und zu modernisieren. Die Arbeiten wurden am 31. August 1996mit der großen finanziellen Hilfe der Stadtbehörde und des Erziehungsministeriums in Częstochowa vollendet. Am 9. September fand das Eröffnungsfest des Gebäudes mit Teilnahme des Vizeministers der Erziehungsministeriums von Kazimierz Dera, Senatoren und Abgeordneten aus Częstochowa., des Rektors der WSP in Czestochowa, des Kurators und anderer Vertreters des Schulamtes statt. Dank dem neuen Gebäude gewann unsere Schule 10 Klassenräume, einen pädagogischen Raum, ein Fernsehzimmer, kleine Korrektivturnhalle, ein Tischtenniszimmer, 6 Kleiderablagen. Dadurch wurden Lern - und Lehrbedingungen verbessert. Aktuell unterrichtet in der Schule 35 Lehre, und der Schülerstand schwankt gegen 450. Die Schule in Kalety war immer offen auf Zusammenarbeit mit lokaler Umgebung. Davon bedeutet eine große Anzahl von lokalen Veranstaltungen sowohl gleich nach dem Krieg als auch heute. Außer den didaktischen Beschäftigungen legt man große Aufmerksamkeit auf kulturelle Entwicklung unserer Schüler.
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